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Bildungskonferenz in Vöcklabruck

Lehrer

Interkulturelle Kompetenz als Herausforderung für Lehrer

Vöcklabruck. Einen Tag nach der Bildungskonferenz im Bezirk Vöcklabruck präsentiert der neue Bezirksschulinspektor Franz Spiesberger seine Ideen und Wünsche. Schulzusammenlegungen könne er sich ebenso vorstellen wie die Zusammenfassung der Schulleitung für mehrere Kleinschulen. Sein großer Wunsch: die Lehrer brauchen wieder mehr Zeit und Stunden für die Schüler und mehr Unterstützung bei der Administration.

„Lehrer müssen heute immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen”, stellt Bezirksschulinspektor Franz Spiesberger klar – und will damit gar nicht werten. „Unsere Aufgaben sind immer mehr das Begleiten der Kinder, weg von der Tafel hin zum Schüler.“ Gerade für Schüler mit „abweichendem Verhalten“ würden immer mehr Lehrerstunden und auch Lehrer notwendig sein. Zusatzaufgaben wie Büro- und Schreibarbeiten könnten dabei von Büromitarbeitern übernommen werden und sollten nicht an den Schulleitern hängen bleiben. Aber auch Betreuungsstunden zu Mittag und am Nachmittag seien nicht zwingend Aufgabe der Lehrer, meint auch die Bezirksobfrau des Christlichen Lehrerverbandes (CLV), Gertrude Ruttner.

Pensionisten für die Betreuung

Für ÖVP-Bezirksparteiopbmann und Bürgermeister LAbg. Anton Hüttmayr ergeben sich dabei in Zukunft neue Ansätze: „Nachmittagsbetreuung oder auch Schülerlotsendienste und Mittagsaufsicht könnten ja auch rüstige Pensionisten übernehmen“, schlägt er vor. Dazu werde derzeit im Hilfswerk Vöcklabruck diskutiert, Angebote für die Schulen ab Herbst ins Leistungsprogramm zu nehmen. „Die Grenze der Aufgaben, die alle von den Lehrerinnen und Lehrern übernommen werden sollen, ist erreicht“, bekommt Hüttmayr dazu auch Rückendeckung von der  Lehrergewerkschaft durch Petra Praschesaits. Eine Entlastung der Lehrer gerade bei Büroarbeiten und in der Administration sei gerade im Pflichtschulbereich dringend notwendig, meint BSI Spiesberger. Volks- und Hauptschuldirektoren hätten in den meisten Fällen keine eigene Sekretariatskraft zur Verfügung. Daher kann sich Spiesberger auch mehrere Schulen unter einer Leitung oder die Zusammenlegung von Schulen durchaus vorstellen.

Herausforderungen

in der Sprache

Herausforderungen würden auf die Lehrer auch immer mehr im Bereich der „interkulturellen Kompetenz“ zukommen. Im Bezirk Vöcklabruck gibt es dazu ein eigenes Projekt namens „RIKK“, das Schulen unterstützt. „In Attnang-Puchheim haben wir zum Beispiel Klassen, in den kein einziges Kind als Erstsprache Deutsch spricht“, nennt Spiesberger einen Brennpunkt im Bildungsbereich des Bezirks.

Der Beitrag wurde am Freitag, den 15. Juli 2011 um 17:18 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemeines abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

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